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Das Museum nimmt Formen an 
Der Ausbau des Gewölbekellers zum Bergbaumuseum ist lange geplant und nimmt allmählich Formen an. Die Angelegenheit war ein Herzenswunsch von August Ratajzcak, dem langjährigen Vorsitzenden des Sontraer Knappenvereins Kupferschiefer-Bergbau, der im April dieses Jahres leider viel zu früh verstorben ist. Er, wie auch der kurze Zeit später verstorbene Nachfolger Werner Pfaffenbach, konnte die Arbeiten nicht mehr koordinieren. Doch zum Glück haben sich Idealisten um Rudi Kraft gefunden, die nun die Neugestaltung angehen. Und auf fachgerechte Unterstützung von kompetenten Helfern können die Sontraer Bergknappen auch setzen. „Wir lassen unsere Freunde nicht im Stich“, erklärte Erich Hartung aus Sangerhausen. Er und fünf weitere Kumpels, die ihr Schaubergwerk in Wettelrode betreiben, haben tadellose Arbeit beim Bau des Stollens geleistet. Die Freunde waren 20 Stunden, verteilt auf zwei Tage, an unserer Seite im Einsatz. Rudi Kraft „Die Freunde waren 20 Stunden, verteilt auf zwei Tage, an unserer Seite im Einsatz“, erklärte Rudi Kraft. Er fungiert nicht nur als Bauleiter in den Katakomben des Rathauses, sondern ist auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Knappenvereins zuständig und bedankte sich herzlich für die schnelle Hilfe auf dem kleinen Dienstweg. Und er nutzte das Forum der Verabschiedung der Sangerhäuser Kumpels, um auch an die Adressen von Bürgermeister Schäfer, „der uns stets großartig unterstützt hat“, und an die Mitarbeiter vom städtischen Bauhof nette Worte zu richten. Zusammen mit Karl-Heinz Schäfer überreichte er Geschenkpäckchen an die ehrenamtlichen Helfer. Und der Verwaltungschef überraschte die Sangerhäuser mit Ehrennadeln der Stadt Sontra. „Diese Auszeichnung geht normalerweise nur an Bürger, die sich um das Gemeinwohl unserer Stadt verdient gemacht haben. Erstmals vergeben wir jetzt sechs Nadeln an Personen außerhalb von Sontra. Damit, meine Herren, wollen wir Ihnen gegenüber unsere große Wertschätzung zum Ausdruck bringen“, so der Bürgermeister. „Dank dieser Freundschaft, die Gustel Ratajczak initiierte, wurde die umfangreiche Aktion möglich. Der Ausbau vom Gewölbekeller zum Bergbaumuseum, wo nach der Fertigstellung das Arbeitsleben unter Tage dokumentiert wird, ist ein Teil der Rathaussanierung und wird aus diesem Fördertopf bezuschusst. Ohne den Keller kein Rathaus“, so Karl-Heinz Schäfer. Er brachte die Wichtigkeit der Maßnahme auf den Punkt: „Wir haben den Keller saniert, nun ist der Bergknappenverein gefordert, der Ausbau des Stollens verlangt fleißigen Einsatz.“ Neben den Kumpels aus Sangerhausen konnte Rudi Kraft auch auf die Vereinsmitglieder Wolfgang Seib, Friedel Möller, Horst Arnold und Georg Berg zurückgreifen: „Wir haben genau nach überlieferten Vorgaben gebaut. Im Eingangsbereich wurden ein deutscher und ein polnischer Türstock eingesetzt, auch der Stahlausbau im Inneren erfolgt genau nach den Plänen“, erläutert Rudi Kraft. Der Strebpfad für den Hunt ist fertig, die Vorarbeiten für den Vesper- oder Tscherperraum sind ebenfalls getätigt: „In diesem Ruheraum können später Besucher eine Pause einlegen, wenn auch die Glasvitrinen ihren Platz im Gewölbekeller finden und die vielen Exponate besichtigt werden können“, macht Rudi Kraft schon jetzt neugierig: „Das alles wird eine einmalige Sache. Wir werden auch in der nächsten Zeit an zwei Vormittagen in der Woche die Arbeiten fortsetzen“, sagt Rudi Kraft. Er will zudem Ideen in anderen Museen dieser Art sammeln.
 
 
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