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August-Ratajczak-Stollen PDF Drucken E-Mail
Auszug Werra Rundschau vom 17. Februar 2009
Ratajczak-Stollen ist bald fertig

„Das Fortschreiten der Arbeiten ist deutlich erkennbar. Wir sind auf gutem Wege und wollen, wenn wir den Kurs halten, das Bergbaumuseum im Gewölbekeller des Sontraer Rathauses bald offiziell einweihen.“ Diese optimistische Prophezeiung hat Rudi Kraft beim gestrigen Gespräch mit der WR gemacht. Er - Rudi Kraft - geht zusammen mit seinen beiden Mitstreitern Horst Arnold und Wolfgang Seip intensiv zu Werke, das Trio investiert nicht nur viel Zeit, sondern auch ein hohes Maß an Idealismus. Mittlerweile wurde mit den Arbeiten im zweiten (hinteren) Raum begonnen, wo schon bald Vitrinen aufgestellt werden, um die vorhandenen Mineralien und Fossilien auszustellen. Der Stollen ist aus Eichenholz, das nachweislich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Rudi Kraft Großes Engagement verlangt der Nachbau des Abwasserstollens, den ein Archäologe auf dem Pingenfeld am Wellkopf im Industriegebiet Seegel bei Umbauarbeiten der Firma Schmidt und Link (heute WFS) gefunden hat: „Der Stollen ist aus Eichenholz, das nachweislich - wir können diese These in der Tat dokumentieren - aus dem 15. Jahrhundert stammt. Auf dem Pingenfeld wurde früher im Tagebau gefördert, die Bergleute fanden dort einst auch Schiefer“, berichtet Rudi Kraft von dem außergewöhnlichen Fund. Darüber hinaus haben die drei Vorzeigeknappen drei Schaufensterpuppen in weiße Steiger- sowie in schwarze Bergmannstracht mit den entsprechenden Kopfbedeckungen eingekleidet. Dankbare Worte adressierte Rudi Kraft an die WR: „Immer nach Berichten über unser Museum haben sich Leute gemeldet, die uns bergmännische Utensilien zur Verfügung stellten. Damit konnten wir die Einrichtung im Gewölbekeller bereichern.“ „Zu den jüngsten Funden in einer Rumpelkammer gehören drei Liederbücher für Bergleute aus den Jahren 1925, 1951 und 1952“, zeigt sich Rudi Kraft angetan. Sein Blick geht hoffnungsvoll in die Zukunft. „Wenn es uns gelingt, die Arbeiten im Stollen mit viel Fleiß fortzuführen, dann können wir unser Versprechen, den kompletten Ausbau des Gewölbekellers, das wir unseren leider zu früh verstorbenen Vorsitzenden August Ratajczak und Werner Pfaffenbach gegeben haben, einhalten“, so der Vorarbeiter. Er, Horst Arnold und Wolfgang Seip haben den Wonnemonat Mai für die offizielle Einweihung ins Auge gefasst. Auch über den Namen haben sich die drei Herren bereits Gedanken gemacht: „Es wäre doch toll und würde der Sache gerecht, wenn das Museum nach der Fertigstellung „August-Ratajczak-Stollen getauft wird“, sagt Rudi Kraft. Das ist auf jeden Fall sein Wunsch. „Den Werbeflyer, den wir in Kürze auflegen, werden wir unter dem Titel Museums- und Stollennachbau im Rathauskeller am Marktplatz in Sontra herausgeben“, so Kraft abschließend.
 
 
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